Google Ads hat keine Grundgebühr und kein vorgeschriebenes Mindestbudget. Bei Suchkampagnen zahlen Sie für jeden Klick auf Ihre Anzeige, für das bloße Erscheinen nichts. Die Google Ads Kosten hängen also an zwei Zahlen: was ein Klick kostet und wie viele Klicks Sie brauchen.
In diesem Beitrag geht es nur um das Geld, das an Google geht: wie der Klickpreis in der Auktion entsteht, was ein Tagesbudget im Monat bedeutet und wie Sie Ihr Budget aus den Anfragen berechnen, die Sie haben wollen. Was eine Agentur für Einrichtung und Betreuung berechnet, ist ein eigener Posten. Unsere Pauschale dafür steht auf der Seite Google Ads Betreuung.
Inhalt
- Was kostet Google Ads? Zwei Posten, die man trennen sollte
- Wie der Klickpreis in der Auktion entsteht
- Was ein Klick kostet und warum es keinen festen Preis gibt
- Tagesbudget und Monatskosten: die Regel mit 30,4
- Google Ads Kosten berechnen: der Rechenweg rückwärts
- Wovon die Kosten außerdem abhängen
- Google Ads Kosten senken, ohne Anfragen zu verlieren
- Häufige Fragen
- Ihr Budget mit uns durchrechnen
Was kostet Google Ads? Zwei Posten, die man trennen sollte
Wer nach den Kosten fragt, meint meist eine Summe. Tatsächlich sind es zwei Posten. Das Werbebudget geht direkt an Google und wird nur für Klicks verbraucht. Die Arbeit am Konto (Kampagnen aufsetzen, Suchbegriffe prüfen, Anzeigen schreiben) kostet Zeit, entweder Ihre eigene oder die einer Agentur.
Viele Ratgeber werfen beides zusammen und nennen dann Monatssummen, mit denen ein Betrieb wenig anfangen kann. Wir rechnen hier nur den ersten Posten durch, weil er sich mit drei eigenen Zahlen planen lässt.
Werbebudget
Geht direkt an Google. Bei Suchkampagnen zahlen Sie nur für Klicks, die Höhe legen Sie selbst fest.
Arbeit am Konto
Einrichtung und laufende Pflege, selbst gemacht oder von einer Agentur und getrennt vom Budget abgerechnet.
Wie der Klickpreis in der Auktion entsteht
Google Ads funktioniert nach dem Auktionsprinzip. Bei jeder Suchanfrage, zu der Ihre Keywords passen, ermittelt Google für jede infrage kommende Anzeige den Anzeigenrang. Er entscheidet, ob und an welcher Stelle Ihre Anzeige erscheint, und wird bei jeder Suche neu berechnet.
Laut Google-Ads-Hilfe fließen in den Anzeigenrang unter anderem diese Faktoren ein:
Gebot
Wie viel Sie höchstens für einen Klick zahlen wollen.
Qualität
Wie gut Anzeige und Landingpage zur Suche passen.
Grenzwerte
Die Mindestqualität, die eine Anzeige für eine Position erreichen muss.
Kontext
Suchbegriff, Standort, Gerät und Uhrzeit der Suche.
Der wichtigste Punkt für die Kosten: Sie zahlen nicht Ihr Gebot. Der tatsächliche Klickpreis (CPC, Cost per Click) ist der Betrag, der nötig ist, um den Anzeigenrang des Mitbewerbers direkt unter Ihnen zu übertreffen. Ihr maximales Gebot ist nur die Obergrenze. Eine bessere Anzeige und eine passende Landingpage senken deshalb den Preis, den Sie für dieselbe Position zahlen.
Den Qualitätsfaktor von 1 bis 10, den Google je Keyword anzeigt, sollten Sie richtig einordnen: Laut Google ist er ein Diagnosewert und wird in der Auktion selbst nicht verwendet. Er zeigt aber, wo es hakt: bei der erwarteten Klickrate, bei der Anzeigenrelevanz oder bei der Landingpage.
Was ein Klick kostet und warum es keinen festen Preis gibt
Die Frage nach dem durchschnittlichen Preis pro Klick hören wir oft. Eine ehrliche Zahl gibt es dafür nicht, weil jeder Suchbegriff seine eigene Auktion hat. Der Klickpreis hängt von Branche, Region, Zahl der Mitbewerber und deren Geboten ab, und er ändert sich, sobald ein Wettbewerber mehr bietet.
Wie groß die Unterschiede sind, zeigen die Keyword-Daten aus unserer eigenen Kampagnenplanung: Ein Klick auf „seo agentur münchen“ ist laut den geschätzten Klickpreisen etwa zweieinhalbmal so teuer wie ein Klick auf „webdesign münchen“. Und für fast dieselbe Leistung kann ein anderes Wort den Preis stark verändern: „webagentur münchen“ liegt bei weniger als der Hälfte von „webdesign münchen“.
Bevor Sie ein Budget festlegen, lohnt deshalb ein Blick in den Keyword-Planer von Google Ads. Er zeigt je Suchbegriff eine Spanne für Gebote auf den oberen Positionen. Das ist eine Schätzung und kein fester Preis, aber Sie sehen, ob Ihre Begriffe eher Cent oder mehrere Euro kosten.
Wo eine Anzeige erscheint, macht ebenfalls einen großen Unterschied. Unsere eigene Display-Kampagne, deren Bildanzeigen auf Websites und in Apps laufen, brachte in den ersten zwei Tagen diese Zahlen:
- 35
Klicks
Bei 2.679 Einblendungen, 29 davon auf dem Smartphone.
- 9,51 €
Kosten
Bei einem Tagesbudget von 5 €.
- 0,27 €
Pro Klick
Ein Bruchteil dessen, was ein Klick in der Suche kostet.
Günstig heißt aber nicht gut: Laut Website-Statistik kam von diesen Klicks praktisch keiner als messbarer Besuch an, vermutlich waren es zum großen Teil versehentliche Klicks in Apps. In der Google-Suche zahlen Sie pro Klick deutlich mehr, dafür sucht dort jemand gerade aktiv nach Ihrer Leistung.
Tagesbudget und Monatskosten: die Regel mit 30,4
In Google Ads legen Sie kein Monatsbudget fest, sondern ein durchschnittliches Tagesbudget. Google verteilt es nicht gleichmäßig: An Tagen mit vielen erwarteten Klicks und Conversions darf die Kampagne mehr ausgeben, an ruhigen Tagen weniger.
Dafür gelten zwei Grenzen. An einem einzelnen Tag gibt Google bei den meisten Kampagnen höchstens das Doppelte Ihres Tagesbudgets aus. Im Monat sind es höchstens 30,4 Tagesbudgets, das ist die durchschnittliche Zahl der Tage eines Monats. Mehr als dieses monatliche Limit zahlen Sie nicht.
| Tagesbudget | Max. am Tag | Max. im Monat |
|---|---|---|
| 5 € | 10 € | 152 € |
| 10 € | 20 € | 304 € |
| 20 € | 40 € | 608 € |
| 33 € | 66 € | 1.003,20 € |
So haben wir auch unsere eigene Suchkampagne für Wix-Hilfe eingestellt: 5 € Tagesbudget, die Kampagne darf also bis zu 152 € im Monat ausgeben. Zusätzlich ist der Klickpreis auf höchstens 3 € begrenzt. Wird das Budget voll ausgeschöpft, ergibt das mindestens 50 Klicks im Monat.
Ändern können Sie das Tagesbudget jederzeit. Wer neu startet, fängt besser mit einem kleineren Betrag an und erhöht ihn, wenn die ersten Wochen zeigen, welche Suchbegriffe Anfragen bringen.
Das übernehmen wir für Sie
Mit über 11 Jahren Erfahrung helfen wir Ihnen, Ihr Budget sinnvoll einzusetzen und die richtige Kampagnenform zu finden. Außerdem richten wir das Conversion-Tracking ein, damit Ihre Kampagnen nicht im Blindflug laufen.
Google Ads Kosten berechnen: der Rechenweg rückwärts
Ein Google Ads Kosten Rechner im Netz liefert schnell eine Zahl, aber mit Annahmen, die nicht Ihre sind. Weiter kommen Sie mit drei eigenen Zahlen, und Sie rechnen vom Ziel aus rückwärts: Wie viele Anfragen wollen Sie im Monat, wie viele Besucher fragen bei Ihnen an, und was kostet ein Klick?

Ziel
Wie viele Anfragen im Monat sollen über Anzeigen kommen? Beispiel: 6.
Anfragequote
Wie viele von 100 Besuchern fragen an? Beispiel: 5, also 5 %.
Klicks
Anfragen geteilt durch Quote: 6 ÷ 0,05 = 120 Klicks.
Budget
Klicks mal Klickpreis: 120 × 2,50 € = 300 € im Monat.
Die Werte im Beispiel sind Annahmen, keine Durchschnittswerte. Ihre Anfragequote kennen Sie, wenn Ihre Website Anfragen misst. Wenn nicht, starten Sie mit einer vorsichtigen Annahme und prüfen sie nach vier Wochen mit echten Zahlen.
Aus denselben Zahlen ergibt sich, was eine Anfrage kosten darf: Kosten je Anfrage sind Klickpreis geteilt durch Anfragequote, im Beispiel 2,50 € ÷ 0,05 = 50 €. Ob das viel oder wenig ist, entscheidet Ihr Auftragswert. Wird jede dritte Anfrage zum Auftrag, kostet ein Auftrag 150 € Werbebudget. Bei einem Auftrag über 3.000 € ist das gut tragbar, bei einem über 200 € nicht.
Für das Tagesbudget teilen Sie das Monatsbudget durch 30,4: 300 € ÷ 30,4 ergibt knapp 10 € am Tag. Wir empfehlen kleinen Betrieben für die Google-Suche ein Klickbudget ab etwa 300 € im Monat. Darunter kommen meist zu wenige Klicks zusammen, um nach einigen Wochen zu beurteilen, welche Suchbegriffe funktionieren.
Wovon die Kosten außerdem abhängen
Neben Suchbegriff und Wettbewerb beeinflussen einige Einstellungen, wie schnell Ihr Budget verbraucht wird und was Sie dafür bekommen.
Kampagnentyp
Suche, Display, Shopping und Performance Max haben unterschiedliche Klickpreise und Ziele.
Gebotsstrategie
Manuelle Gebote, Klicks maximieren mit Obergrenze oder Conversions: Jede Strategie gibt das Budget anders aus.
Region und Zeit
Ein enger Umkreis und ein Werbezeitplan verhindern Klicks, die Sie gar nicht bedienen können.
Landingpage
Eine passende Zielseite verbessert die Qualität und damit den Klickpreis.
Gebotsstrategien, die auf Conversions optimieren, brauchen eine saubere Messung. Fehlt sie, steuert die Kampagne ins Leere und gibt das Budget für die falschen Klicks aus. Wie die Messung auf einer Wix-Website eingerichtet wird, steht in unserem Beitrag zum Conversion-Tracking mit Wix.
Google Ads Kosten senken, ohne Anfragen zu verlieren
Der größte Hebel ist selten ein niedrigeres Gebot, sondern weniger Klicks, die nichts bringen. Diese Punkte prüfen wir in jedem Konto zuerst:
- Suchbegriffe ausschließen: Wofür ist die Anzeige erschienen? Begriffe wie „kostenlos“, „Job“ oder „selber machen“ gehören meist auf die Ausschlussliste.
- Keyword-Optionen: Weitgehend passende Keywords erreichen viele Suchen, auch unpassende. Wortgruppe und genau passend sind enger.
- Region eingrenzen: Nur dort werben, wo Sie Aufträge annehmen.
- Anzeige und Zielseite angleichen: Wer nach Badsanierung sucht, sollte auf einer Seite zur Badsanierung landen, nicht auf der Startseite.
- Budget nachsteuern: Was Anfragen bringt, bekommt mehr, der Rest weniger.

Das ist Routine, kostet aber jeden Monat etwas Zeit. Ob Sie das selbst machen oder abgeben, ist eher eine Frage Ihrer Zeit als Ihres Budgets. Wie wir das monatlich angehen, beschreiben wir auf der Seite Google Ads Betreuung.
Häufige Fragen
Ist Google Ads kostenlos?
Das Konto ist kostenlos, eine Grundgebühr gibt es nicht. Kosten entstehen erst, wenn Ihre Anzeigen laufen: bei Suchkampagnen für jeden Klick, bis zu dem Budget, das Sie festlegen.
Gibt es ein Mindestbudget für Google Ads?
Nein, Google schreibt keine Mindestausgaben vor. Für die Suche empfehlen wir trotzdem ab etwa 300 € im Monat, damit genug Klicks zusammenkommen, um Entscheidungen auf Zahlen zu stützen.
Kann Google mehr ausgeben als mein Tagesbudget?
An einzelnen Tagen ja, bei den meisten Kampagnen bis zum Doppelten. Über den Monat gerechnet zahlen Sie aber höchstens das 30,4-Fache Ihres durchschnittlichen Tagesbudgets.
Was kostet ein Klick bei Google Ads?
Das hängt vom Suchbegriff, der Region und dem Wettbewerb ab und reicht von wenigen Cent bis zu mehreren Euro. Sie zahlen höchstens Ihr Gebot und meist weniger, weil nur der Betrag fällig wird, der für Ihren Anzeigenrang nötig ist.
Lohnt sich Google Ads für kleine Betriebe?
Wenn Kunden nach Ihrer Leistung suchen und ein Auftrag mehr wert ist als die Werbekosten, die er verursacht, ja. Rechnen Sie das vorher mit dem Rechenweg oben durch, dann wissen Sie, welche Kosten je Anfrage tragbar sind.
Kann ich Google Ads jederzeit stoppen?
Ja. Kampagnen lassen sich jederzeit pausieren, und das Budget können Sie jederzeit ändern. Danach entstehen keine weiteren Klickkosten.
Ihr Budget mit uns durchrechnen
Sie wissen, was ein Auftrag bei Ihnen wert ist. Wir bringen die Keyword-Daten für Ihre Region mit. Im Erstgespräch rechnen wir gemeinsam durch, welches Budget für Ihr Ziel nötig ist, und sagen Ihnen auch, wenn sich Google Ads für Sie nicht rechnet.
Budget durchrechnen
Suchbegriffe, Klickpreise und Anfragequote für Ihren Betrieb: kostenlos und unverbindlich im Erstgespräch, etwa 30 Minuten.

Quellen: Google-Ads-Hilfe zu Anzeigenrang, tatsächlichem Klickpreis, Qualitätsfaktor, durchschnittlichen Tagesbudgets und Mindestausgaben, abgerufen am 04.11.2026. Keyword-Daten aus OpenSEO (DataForSEO), Kampagnendaten aus dem eigenen Google-Ads-Konto von Inndigo, Stand November 2026.

Markus Hentschel, Inhaber von Inndigo in Waldkraiburg. Seit 2015 selbständig, Betreuung kleiner und mittlerer Unternehmen in Webdesign, SEO und Google Ads.
Geprüfte Qualifikationen: E-Commerce Manager (bevh) · SEO Professional (121 Watt) · gepr. Handelsfachwirt (IHK)
Nachprüfbar: Wix-Partnerprofil · Partner der IT-Recht Kanzlei · Profil bei kress


